Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und Verbraucherinformationen
von Neuriox® AI Consulting by Alena Karunas-Naumann
Stand: 26.Juni 2026
1. Geltungsbereich und Begriffsdefinitionen
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für alle Verträge, Lieferungen und sonstigen Leistungen zwischen neuriox® AI Consulting by Alena Karunas-Naumann, Buckesfelder Str. 18, 58509 Lüdenscheid („Anbieterin“) und ihren Kundinnen und Kunden („Kundschaft“).
(2) Diese AGB gelten sowohl für Unternehmer im Sinne von § 14 BGB (B2B) als auch für Verbraucher im Sinne von § 13 BGB (B2C). Verbraucherschützende Klauseln (insbesondere zum Widerrufsrecht) gelten ausschließlich für Verbraucher.
(3) Für individuelle, direkt beauftragte Projektleistungen (Strategische Beratung, Schulungen, technische Implementierungen) richtet sich das Angebot der Anbieterin ausschließlich an Unternehmer (B2B).
(4) Abweichende oder entgegenstehende Geschäftsbedingungen der Kundschaft werden nicht anerkannt, es sei denn, die Anbieterin stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
2. Leistungen, Leistungsumfang und Vertragsschluss
(1) Die Anbieterin erbringt Dienst- und Werkleistungen in den Bereichen KI-Beratung, Strategie, Konzeption, Durchführung von Workshops/Trainings, Implementierungsbegleitung, Workflow-Automatisierung/Prozessoptimierung sowie die laufende Betreuung (Retainer) und den Verkauf digitaler Produkte (z. B. PDFs, Video-Onlinekurse, Jahreszugänge).
(2) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen individuellen Angebot, der Leistungsbeschreibung oder der Produktbeschreibung im Online-Shop.
(3) Vertragsschluss:
- Im Online-Shop: Die Präsentation der Produkte stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar. Durch das Absenden einer Bestellung (Klick auf „Jetzt kaufen“ oder vergleichbare Buttons) gibt die Kundschaft ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt mit der darauffolgenden digitalen Zugangs- oder Zahlungsbestätigung zustande.
- Bei individuellen Leistungen: Der Vertrag kommt durch die schriftliche oder per E-Mail (Textform) erfolgende Annahme eines Angebots der Anbieterin durch die Kundschaft zustande.
(4) Abgrenzung Dienst-/Werkvertrag: Die Anbieterin schuldet – sofern nicht ausdrücklich eine werkvertragliche Erfolgsgarantie vereinbart wurde – Dienstleistungen im Sinne von § 611 BGB (fachgerechtes Bemühen nach dem aktuellen Stand der Technik, kein garantierter wirtschaftlicher Erfolg). Bei ausdrücklich vereinbarten, abnahmefähigen Deliverables gilt ergänzend das Werkvertragsrecht.
3. Mitwirkungspflichten der Kundschaft
(1) Die Kundschaft stellt alle zur Leistungserbringung notwendigen Informationen, Daten, Dokumentationen, Ansprechpartner und Systemzugänge rechtzeitig, funktionsfähig und vollständig zur Verfügung.
(2) Verzögerungen oder Mehraufwände, die auf fehlende oder verspätete Mitwirkung der Kundschaft zurückzuführen sind, gehen nicht zu Lasten der Anbieterin. Vereinbarte Fristen und Termine verschieben sich angemessen.
(3) Die Kundschaft trägt die alleinige Verantwortung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und rechtliche Zulässigkeit der von ihr bereitgestellten Daten und Inhalte (Eingabedaten). Sie garantiert, dass diese frei von Rechten Dritter sind.
4. Leistungsänderungen und Zusatzaufwand
(1) Nachträgliche Änderungswünsche der Kundschaft hinsichtlich des Leistungsumfangs („Change Requests“) bedürfen einer gesonderten Vereinbarung. Die Anbieterin prüft die Auswirkungen auf Aufwand, Vergütung und Zeitplan.
(2) Zusatzleistungen oder durch verspätete Mitwirkung verursachte Mehraufwände werden nach dem vereinbarten Stunden-/Tagessatz oder als ergänzende Pauschale gesondert abgerechnet.
5. Preise, Zahlungsbedingungen und Vorkasse
(1) Es gelten die im Angebot bzw. im Online-Shop ausgewiesenen Preise zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer (sofern nicht beim B2C-Verkauf inklusive ausgewiesen).
(2) Zahlungsbedingungen für Käufe über den Online-Shop: Alle Käufe über den Online-Shop (Tickets, PDFs, Videozugänge, Jahreszugänge) sind ausnahmslos per Vorkasse über die bereitgestellten Zahlungsdienstleister (z. B. Kreditkarte, PayPal, Klarna) direkt bei der Bestellung zu bezahlen. Digitale Produkte oder Zugänge werden erst nach erfolgreichem Zahlungseingang freigeschaltet.
(3) Zahlungsbedingungen für individuelle Dienstleistungen (außerhalb des Online-Shops): Für direkt beauftragte Dienstleistungen gilt folgende strikte Vorkasse-Regelung:
- Schulungen, Trainings & Seminare: Die Vergütung ist zu 100 % per Vorkasse nach Rechnungserhalt und zwingend vor Durchführung der Schulung fällig.
- Beratung & Implementierung bei Kurzprojekten (Gesamtlaufzeit bis zu 5 Tagen): Die Vergütung für das gesamte Projekt ist vollständig und zu 100 % per Vorkasse vor Projektbeginn zu leisten.
- Beratung & Implementierung bei Großprojekten (Gesamtlaufzeit ab 6 Tagen):
- Die Vergütung für die ersten 5 Projekttage ist zwingend vor Projektbeginn per Vorkasse zu zahlen.
- Die Abrechnung des verbleibenden Restbetrags erfolgt, sofern im Angebot nicht abweichend vereinbart, im Wochentakt per Vorkasse für die jeweils anstehende Projektwoche.
(4) Bei sonstigen auf Rechnung erbrachten Leistungen sind Rechnungen grundsätzlich innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug fällig, sofern im Vertrag nichts Abweichendes geregelt ist. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Bestimmungen.
6. Besondere Bestimmungen für Workflow-Automatisierungen (n8n-Lizenz-Compliance)
(1) Das Automatisierungstool n8n unterliegt der Sustainable Use License (Fair-Code). Zur Einhaltung dieser Lizenzbedingungen ist die Kundschaft verpflichtet, für das Projekt eine eigene, dedizierte n8n-Instanz (entweder über die offizielle n8n-Cloud oder als eigenes Self-Hosting auf der Infrastruktur der Kundschaft) bereitzustellen.
(2) Die Anbieterin betreibt keine zentralen n8n-Instanzen zur Ausführung von Kunden-Workflows und hostet keine Kunden-API-Schlüssel auf eigener Infrastruktur. Die Anbieterin wird ausschließlich als externe Entwicklerin auf der zugewiesenen Instanz der Kundschaft tätig.
7. Nutzungsrechte, geistiges Eigentum und Schutz vor Prompt-Diebstahl
(1) Die Anbieterin räumt der Kundschaft an den finalen, für sie erstellten individuellen Arbeitsergebnissen (z. B. Konzepte, Berichte) ein einfaches, nicht übertragbares, zeitlich und räumlich unbeschränktes Recht ein, diese für den internen Betriebszweck zu nutzen.
(2) Schutz des Background-IP: Alle Rechte an von der Anbieterin entwickelten oder eingebrachten System-Prompts, Prompt-Designs, Custom Nodes, Code-Snippets, Datenbankstrukturen und Automatisierungs-Vorlagen („Background-IP“) verbleiben ausschließlich im Eigentum der Anbieterin. Der Kundschaft wird hieran lediglich ein einfaches Nutzungsrecht für die Dauer des Vertrages eingeräumt.
(3) Jegliche Form des Reverse Engineering, der Dekompilierung oder der gezielten Extraktion von System-Prompts (Prompt-Extraction) durch die Kundschaft oder durch von ihr beauftragte Dritte ist strengstens untersagt und zieht Schadensersatzansprüche nach sich.
8. Abnahme (nur bei Werkleistungen)
(1) Soweit ausdrücklich eine Werkleistung vereinbart ist, ist die Kundschaft nach Bereitstellung der Ergebnisse zu einer formellen Prüfung und Abnahme verpflichtet.
(2) Die Abnahmefrist beträgt 10 Werktage ab Lieferung. Geht innerhalb dieser Frist keine schriftliche Mängelrüge ein oder nutzt die Kundschaft das Ergebnis produktiv, gelten die Ergebnisse als abgenommen.
(3) Die Gewährleistungsfrist für Mängel an Werkleistungen wird im B2B-Verhältnis auf ein Jahr ab Abnahme verkürzt.
9. Haftungsallokation bei KI-Inhalten und Schnittstellen-Ausfällen
(1) Prüfvorbehalt der Kundschaft bei KI-Outputs: Da künstliche Intelligenz auf probabilistischen Modellen agiert, können Ergebnisse Fehler, Falschinformationen oder Halluzinationen enthalten. Die Kundschaft wird vertraglich verpflichtet, sämtliche KI-generierten Arbeitsergebnisse (Texte, Programmiercode, Prozessentscheidungen, Übersetzungen) vor einer produktiven, geschäftlichen oder externen Verwendung manuell durch qualifiziertes Fachpersonal auf Richtigkeit, Vollständigkeit und rechtliche Zulässigkeit zu überprüfen.
(2) Eine Haftung der Anbieterin für Schäden, die auf ungeprüft übernommenen KI-Ausgaben, Halluzinationen oder fehlerhaften automatisierten Folge-Entscheidungen beruhen, ist ausgeschlossen.
(3) Schnittstellen- und API-Ausfälle: Da Automatisierungen und KI-Modelle hochgradig von externen Schnittstellen (APIs) abhängen, wird keine Haftung für Schäden übernommen, die durch unerwartete API-Änderungen, Ratelimit-Sperren, funktionale Einschränkungen oder Totalausfälle von Drittanbietern (z. B. OpenAI, Anthropic, n8n Cloud, Make) entstehen.
10. Laufzeit und Kündigung bei Jahreszugängen (Abonnements)
(1) Der Erwerb von Jahreszugängen zu Video-Inhalten oder Mitgliederbereichen gewährt der Kundschaft Zugriff für eine feste Laufzeit von 12 Monaten.
(2) Der Vertrag endet nach Ablauf der 12 Monate automatisch, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Eine automatische Verlängerung findet nicht statt.
11. Datenschutz und regulatorische Pflichten (AI Act / GoBD)
(1) Soweit die Anbieterin im Auftrag der Kundschaft personenbezogene Daten verarbeitet, schließen die Parteien vor Beginn der Verarbeitung einen separaten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO ab.
(2) Einhaltung des EU AI Act (Transparenzpflicht): Sofern im Rahmen des Projekts KI-Systeme mit Endkunden-Interaktion (z. B. Chatbots oder Voice-Agents) implementiert werden, ist die Kundschaft als Betreiberin (Deployer) dafür verantwortlich, Endnutzer in gesetzlich vorgeschriebener Weise darüber zu informieren, dass sie mit einem automatisierten KI-System interagieren.
(3) Einhaltung der GoBD: Die Kundschaft trägt die alleinige Verantwortung dafür, dass automatisierte Datenflüsse, die in ihre Finanzbuchhaltung eingreifen, den GoBD-Richtlinien entsprechen (z. B. Einrichtung einer revisionssicheren E-Mail-Archivierung bei automatisiertem Rechnungsempfang).
12. Allgemeine Haftungsbegrenzung
(1) Die Anbieterin haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet die Anbieterin nur bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, unvorhersehbaren Schaden begrenzt. Im B2B-Verhältnis ist die Haftung für einfache Fahrlässigkeit zudem summenmäßig auf die Höhe des spezifischen Projekthonorars des betroffenen Auftrags gedeckelt.
13. Besondere Bestimmungen für Verbraucher (B2C) bei digitalen Produkten
(1) Widerrufsrecht: Verbrauchern steht grundsätzlich ein gesetzliches 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Die Details ergeben sich aus der nachfolgenden Widerrufsbelehrung (Anhang A).
(2) Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts bei digitalen Inhalten: Bei Verträgen über digitale Inhalte, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden (z. B. PDFs, Streaming-Videos, Online-Kurse), erlischt das Widerrufsrecht des Verbrauchers vorzeitig, wenn die Anbieterin mit der Ausführung des Vertrages begonnen hat, nachdem der Verbraucher:
- ausdrücklich zugestimmt hat, dass die Anbieterin mit der Ausführung des Vertrags vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und
- seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung mit Beginn der Ausführung des Vertrags sein Widerrufsrecht verliert.
14. Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Herkunftsstaates des Verbrauchers entzogen wird.
(2) Sofern es sich bei der Kundschaft um einen Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt, ist der Gerichtsstand für alle Streitigkeiten der Sitz der Anbieterin.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt (Salvatorische Klausel).
Anhang A: Widerrufsbelehrung für Verbraucher
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (neuriox® AI Consulting by Alena Karunas-Naumann, Buckesfelder Str. 18, 58509 Lüdenscheid, E-Mail: info@neuriox.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Anhang B: Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
- An: neuriox® AI Consulting by Alena Karunas-Naumann, Buckesfelder Str. 18, 58509 Lüdenscheid, E-Mail:
info@neuriox.de - Hiermit widerrufe(n) ich/wir () den von mir/uns () abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren ()/die Erbringung der folgenden Dienstleistung ()
- Bestellt am ()/erhalten am ()
- Name des/der Verbraucher(s)
- Anschrift des/der Verbraucher(s)
- Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)
- Datum
(*) Unzutreffendes streichen.
